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Auswirkungen der EU-Leistungsnorm für Methanimporte

13. November 2023 Kategorie: Politik Arbeitsbereich: Methan

Während die Europäische Union (EU) über die endgültigen Bedingungen der Methanverordnung berät, beauftragte CATF Rystad Energy mit der Bewertung der potenziellen Auswirkungen eines grenzüberschreitenden Methan-Importleistungsstandards (MIPS) auf Handel, Preise und Emissionen. Dieser Bericht zeigt, dass die Auswirkungen eines schrittweise eingeführten Importstandards auf den Handel und die Preise gering wären, während die Emissionsreduktionen hoch ausfallen würden.

  • Die Einführung von MIPS könnte die Methanemissionen im Zusammenhang mit Öl- und Gasimporten in die EU um mindestens 1,9 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren.
  • Die Auswirkungen auf die Preise sind bei Erdgas minimal, könnten aber bei Rohöl spürbar sein. Die Auswirkungen auf die Preise für Kraftstoffe für Fahrzeuge wären jedoch unbedeutend - etwa ein Cent pro Liter Diesel oder Benzin.
  • Die den Exporteuren durch diese Politik entstehenden Kosten würden im Durchschnitt nur 0,07 EUR/MMBtu für Gas und 1,33 EUR/Barrel für Öl betragen.
  • Diese Politik würde die Energieversorgungssicherheit der EU nicht gefährden, auch wenn es zu einer gewissen Umleitung von Öl und Gas auf andere Märkte kommen könnte.

Die EU war Mitbegründerin des Global Methane Pledge im Jahr 2021 und verpflichtete sich, bei der Reduzierung der Methanemissionen weltweit eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Die Umsetzung einer mutigen EU-Methanverordnung mit einem strengen Importstandard wäre eine der folgenreichsten Klimabeschlüsse der EU in diesem Jahrzehnt und würde mit einer kleinen Investition enorme Erträge bringen.